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{Rezension} Glasgow Rain


Titel: Glasgow Rain || Autor: Martina Riemer

Verlag: Create Space Publishing (Amazon)


Aber geht es bei einem Freund nicht genau darum, dass der andere einem den Spiegel vorhielt und dorthinzeigte, wovor man selbst zurückschreckt? Freunde waren auch danach noch da, um die Scherben wieder zusammenzusetzen. (Seite 59)

Nach dem Tod ihrer Mutter lebt Vic alleine mit ihrem Vater in Glasgow. Sie hat eine dicke Mauer um sich errichtet, lässt niemanden an sich ran und schon gar keine Gefühle zu. Bis sie eines Tages mit Rafael, dem Sohn ihrer Haushälterin, zusammenstößt. Die beiden verlieben sich mit Haut und Haar, doch es gibt Leute, die etwas gegen diese Verbindung haben. Dann ist da noch Vics Gefühl, dass sie beobachtet wird. Hat das etwas mit Rafael zu tun, der immer in den unmöglichsten Momenten auftaucht?

Wenn man nur auf das Cover schaut und sich dazu nicht den Klappentext durchliest, könnte es passieren, dass man etwas ganz anderes von der Geschichte erwartet. Denn „Glasgow Rain” ist nicht einfach nur eine dieser Liebesgeschichten, die gerade überall sind. Es ist eine Liebesgeschichte, ja, aber eine, die geschickt mit Elementen aus Mystery und Crime verwoben wurde.

Vic und Raffael, die beiden Hauptcharaktere, waren mir sehr sympathisch. Vic hat, beziehungsweise hatte keine leichte Kindheit. Erst verliert sie ihre Mutter und wächst dann bei ihrem Kontroll-Freak-Vater auf. Man erkennt schnell, was sie antreibt und kann deshalb ihre Handlungen auch überwiegend gut nachvollziehen. Dann muss ich jetzt einfach mal sagen, dass ich gegen einen eigenen Rafael definitiv nichts einzuwenden hätte. ;) Seine Wünsche und die Zielstrebigkeit, mit der er sie verwirklichen will, haben mir sehr gefallen. 

Während des Lesens stellt man immer wieder kleine Vermutungen zum „WER?” und „WAS?”. Und obwohl sich einige davon bestätigen, hatte ich nie das Gefühl, dass das Ende zu vorhersehbar ist.

Man merkt, dass dies das erste eigene Buch ist und an einigen Stellen hätten man bestimmt noch ein bisschen kürzen können. Trotzdem hat mich die Geschichte gut unterhalten und darum geht es ja. Man spürt, mit wie viel Herzblut die Autorin ihre Welt, die Figuren und Geschehnisse geschaffen hat, was bestimmt auch auf das Debüt zurückzuführen ist.

Die Geschichte lässt sich trotz ein paar Haker gut weglesen. Der Schreibtil hat auf jeden Fall Potenzial.

Das Cover ist wirklich super super hübsch. Schrift und Farben harmonieren so schön und lassen schon vor Lesebeginn eine tolle Atmosphäre entstehen.


3,5 Buchkrönchen - Alle, die auf Liebesgeschichten mit einem Twist stehen, sollten sich „Glasgow Rain” einmal genauer anschauen.
Ich bin sehr gespannt, was wir noch von der Autorin hören werden und halte meine Augen offen.



Mein Dank für dieses Reziexemplar geht an Martina Riemer.



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