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{Rezension} Herz verspielt #1


Titel: Herz verspielt #1 || Autor: Simone Elkeles

Verlag: cbt || OT: Wild Cards #1

Seiten: 400 || Preis: 12,99€ (Taschenbuch)

Eines Tages werde ich meiner Familie beweisen, dass sie etwas verpassen, denn das Gefühl zu haben, deiner Familie ist es egal, dass es dich gibt, ist echt beschissen. - Seite 22


Für Ashtyn ist Football alles und sie hat es geschafft sich als einziges Mädchen in ihrem Team zu behaupten. Als sie dann zum Captain gewählt wird, scheint einer erfolgreichen Saison nichts mehr im Weg zu stehen. Doch dann kommt es zum Super-GAU. Der Starquaterback und ihr Freund läuft zum Erzrivalen über. Und als wäre das nicht alles, muss sie sich jetzt auch noch mit Derek rumschlagen, dem ziemlich gut aussehenden Stiefsohn ihrer zurückgezogenen älteren Schwester.

Herz verspielt ist das erste Buch, dass mir sozusagen die Tür zur Elkeles-Welt geöffnet hat. Und ich kann nicht abstreiten, dass es mich sehr gut unterhalten hat. Das Thema gefällt mir total, obwohl es momentan gefühlt 1000 ähnliche Bücher gibt.

Der Schreibstil ist locker und simpel. Man muss sich nicht groß anstrengen und kommt schnell im Buch voran. Die Geschichte ist abwechselnd aus Ashtyns und Dereks Sicht geschrieben und liefert so einen guten Einblick in beide Gedanken- und Gefühlswelten. 

Sowohl Ashtyn als auch Derek sind sympathisch. Beide sind starke Charaktere mit Durchsetzungsvermögen und beide haben ihre Sorgen bezüglich funktionierenden Familien. 

Natürlich wurde ein bisschen in den Klischeetopf gelangt. Beide sehen unglaublich gut aus und fühlen sich total von einander angezogen. Aber natürlich kann das nicht funktionieren. Oder doch? Oder nicht? Der Badboy und das vorbildliche Mädchen? Und Ashtyn bekommt natürlich auch ein paar sehr kreative Kosenamen verpasst. Zuckerschnecke, Amazone, …. ok es wird nicht besser, aber ihr wisst, was ich meine.

Nichtsdestotrotz hatte ich viel Spaß beim Lesen. Die Nebencharaktere haben mir gefallen oder im Fall von Ashtyns (Ex-)Freund Landon eben nicht, denn der ist einfach nur ein echter Vollidiot und bei vielen Dialogen muss man einfach schmunzeln. Die Vorhersehbarkeit sei vergeben, denn was, außer einem Happy End, könnte hier erwartet werden.

Ein fettes Minus gibt es aber für den Pfusch bei der Übersetzung. Ich glaube ich habe schonmal erwähnt, dass ich kein Fan von diesem „Yeah" bin. Was genau soll das überhaupt bedeuten? Ich kann mir zwar vorstellen, was damit gemeint ist, aber in meinem Sprachgebrauch (oder dem meiner Freunde) kommt das nicht vor. Da könnte ich aber noch drüberwegsehen. Worüber ich nicht hinwegsehen kann ist „Was immer". Ähhh ja. Das hat nun 100% noch nie jemand gesagt und für „whatever" findet man bestimmt auch eine passendere Übersetzung.

Ich werde mich auch an die anderen Elkeles-Reihen wagen, denn zwischendurch braucht doch jedes Mädchen so eine schöne Liebesgeschichte. Herz verspielt lässt auf jeden Fall noch etwas Luft nach oben, deswegen erstmal 3 Sterne. Ein Buch für alle Fans von Simone Elkeles, Poppy J. Anderson und Anna Katmore.
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Monatsrückblick November '14


Der November war lesetechnisch richtig gut. Seit langem habe ich es geschafft über 10 Bücher zu lesen. Genauer gesagt 12 Bücher gelesen und eins gehört. Es waren 2-3 Highlights dabei, aber auch ein paar echte Enttäuschungen.


Quelle: Goodreads // Limes // DAV

The Poison Diaries #1 - Maryrose Wood
Das unerhörte Leben des Alex Woods - Gavin Extence
Liebe macht blond - Hortense Ullrich


Quelle: Goldmann // dtv // Goodreads

Ich fürchte mich nicht (Shatter Me #1) - Tahereh Mafi
Broken Wings: Gefährliche Liebe - Martina Dierks
Stormbreaker (Alex Rider #1) - Anthony Horowitz


Quelle: Amazon // Goldmann // Carlsen

Play With Me (Grover Beach Team #1) - Anna Katmore
Sieben Minuten nach Mitternacht - Patrick Ness
Sommer in New York - Carolyn Mackler


Quelle: Blanvalet // Diogenes

Wenn ich bleibe - Gayle Forman
Der Vorleser - Bernhard Schlink


Quelle: Egmont Lyx // Heyne 

Losing It: Alles nicht so einfach #1 - Cora Carmack
Per Anhalter durch die Galaxis #1 - Douglas Adams


Seiten gelesen: 3118




Mit Das unerhörte Leben des Alex Woods hatte ich am meisten Spaß diesen Monat. Es war außergewöhnlich, lustig, traurig, nachdenklich und intelligent. Außerdem hat Extence ein Händchen für seine Protagonisten. Neben diesem Highlight sind Per Anhalter durch die Galaxis, Wenn ich bleibe und Sieben Minuten nach Mitternacht absolute Top-Bücher.




Ich habe bisher nur ein paar Bücher aus der Freche Mädchen, freche Bücher-Reihe gelesen, aber die die ich gelesen habe, waren ganz ok. Als ich das Hörbuch gestartet habe, wusste ich nicht genau, worum es eigentlich geht und das war vielleicht der Fehler. Zu Beginn konnte ich nicht glauben, wie platt die Geschichte ist und was für eine schlechte Message sie an junge Mädchen weitergibt. Die Protagonisten waren nervig und auch das wenigstens ansatzweise vernünftige Ende konnte mich nicht versöhnen.


Ich hoffe, ihr hattet einen schönen November und seit gut in den Dezember gestartet. Ich freu mich sehr, denn lesen in der Weihnachtszeit ist einfach das Beste! :)
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{Rezension} Wie wir uns aus Versehen verliebten


Titel: Wie wir uns aus Versehen verliebten || Autor: Kristen Tracy

Verlag: cbj || OT: Hung Up

Seiten: 208 || Preis: 12,99€ (Taschenbuch) -- 9,99€ (Ebook)


Manchmal passiert einfach zufällig irgendein Mist, aber meist steht man im Leben dort, wo man ist, weil man es sich so ausgesucht hat. - Seite 21


Lucy quatscht durch ein Missverständnis James auf den Anrufbeantworter. Das Ganze geht dann ein paarmal hin und her und plötzlich entsteht so etwas wie Freundschaft. Doch kann man wirklich Gefühle für jemanden entwickeln, den man noch nie gesehen hat? Und sollte das vielleicht durch ein Treffen geklärt werden?


Vielleicht sollte ich sagen, dass Bücher, die nur aus Dialogen bestehen, bei mir nicht den besten Stand haben. Ich hatte bisher immer das Gefühl, dass man zu den Protagonisten keine Verbindung aufbauen kann. Aber man soll sich ja auch eines besseren belehren können.

Leider hat mich Kristen Tracy eher noch in meiner Meinung bestärkt. Ich konnte mir kein richtiges Bild von James oder Lucy machen und auch nicht entscheiden, ob ich sie mag oder nicht. Die Dinge, die man über die erfährt sind nicht wirklich tiefgründig und so bleiben beide Charaktere relativ farblos.

Schon der Beginn ihrer „Telefon-Freundschaft" kam mir sehr gewollt und nur bedingt logisch vor. Wenn ich mich verwähle, erzähle ich den Betroffenen ja auch keinen Schwank aus meinem Leben.

So fiel der Liebes-Part der Geschichte auch sehr schwach aus. Es hat nicht gefunkt und geknistert, die Chemie hat einfach nicht gestimmt. 

Ich habe das Buch gelesen und hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass das Buch richtig angefangen hat. Auch der „Konflikt” war für mich keiner von Belang.

Positiv war für mich einzig das Ende. Das war irgendwie ganz süß und ließ Raum für eigene Spekulationen.

Alles in allem hatte ich nicht das Gefühl, dass mich das Buch irgendwie bereichert, geschweige denn gut unterhalten hat.



Absolut nichts für mich. An diese Art von Büchern kommt erstmal ein Haken. Vielleicht für Leute, die wirklich wirklich auf Brief-/ Mail-/ Telefonat-Romane stehen.