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Kein Buch, das man mal kurz dazwischenschieben kann. „Das falsche Herz des Meeres” ist für alle, die Interesse an einem fiktiven historischen Liebes-/ Abenteuerroman haben.
{Rezension} Das falsche Herz des Meeres
Titel: Das Falsche Herz des Meeres || Autor: Hilke Rosenboom
Verlag: cbt (2008) || Seiten: 384
ISBN: 978-3-570-30485-3 || Preis: 8,95€ (Taschenbuch)
Kurz blickte sie in Hanribs von der Krankheit gezeichnetes blasses Gesicht, dann schloss sie die Augen und nahm den Anblick seiner dunkelgrünen Augen und des blassblauen Himmels mit in den Schlaf. - Seite 154
Alles beginnt 1854 auf Wangerooge. Leevke, die Tochter eines bekannten Seefahrers, ist 14, als sie plötzlich allein mit ihrer kleinen Schwester dasteht. Beim Versuch an Geld zu kommen, geht alles schief und Leevke wird von ausländischen Seemännern geraubt.
Kurz darauf erobert der junge Hanrib das Schiff und bringt Leevke nach Marokko und dort in dem Palast seines Bruders unter. Dort bekommt sie alles, steht aber unter ständiger Beobachtung / Bewachung. Schließlich fasst Leevke den Entschluss, dem goldenen Käfig zu entfliehen und wieder zu ihrer Schwester nach Wangerooge zurückzukehren. Egal, was sie dafür auf sich nehmen muss.
Für den Anfang des Buches habe ich etwas länger gebraucht. Es war definitiv kein Buch, das sich schnell lesen ließ. Es gab immer mal wieder ein paar Stellen, die sich etwas gezogen haben, ansonsten war ich aber nach einiger Zeit (ca. 100 Seiten, wenn ich mich nicht irre) total abgetaucht.
Was mich total gepackt hat, war das Setting. Es war super beschrieben, man konnte alles direkt vor sich sehen. Die verschiedenen Orte, die Sonne, die Menschen in der Stadt. Alles, was in die Richtung Marokko geht, fasziniert mich aber eh total.
Die Geschichte folgt natürlich in erster Linie Leevke, aber es gibt noch ihre Freundin Johanna, die den ganzen Anfang und später immer mal wieder dabei ist. Sie ist so eine Person, die ich erst gar nicht einschätzen konnte und für die ich dann regelrecht Hassgefühle im Laufe des Buches entwickelt habe. Ich hätte es voll verstanden, wenn Leevke ihrer „Freundin” mal eine gescheuert hätte.
Leider hätte Leevke das in abgeschwächter Form auch mal gebraucht. Sie war mir manchmal viel zu aufmüpfig und frech / nervig. Und vor allem gegen Ende hätte ich ihr dann gerne mal ins Gesicht gesagt, ob sie eigentlich blind oder nur ein bisschen dumm ist? Ich mag es überhaupt nicht, wenn Mädchen in dem Liebesteil der Geschichte so voll auf dem Schlauch stehen. Klar, manchmal ist das nicht sofort klar und es kann ja auch ganz niedlich sein, wenn sie nicht checkt, dass er auf sie steht. Bei Leevke aber nicht. Man weiß nämlich schon lange vor dem Ende und lange vor ihr, wie das Ganze ausgeht. So etwas passt auch eigentlich nicht zu ihr, denn sie ist sonst ein echt starkes Mädchen, das auch nicht auf den Kopf gefallen ist. aber gut, es ist einfach ein bisschen schade, denn ansonsten ist die Geschichte super originell und eine tolle Abwechslung zu den anderen Geschichten, die sonst so unterwegs sind.
Kommen wir am Ende zur Covergestaltung, die mir ziemlich gut gefällt. Die Farben, das Mädchen, welches in der Haarfarbe mit der Leevke im Buch übereinstimmt, unten der Sand und im Hintergrund diese Art Arkade. Alles sehr schön abgestimmt und passend zum Buch.
Kein Buch, das man mal kurz dazwischenschieben kann. „Das falsche Herz des Meeres” ist für alle, die Interesse an einem fiktiven historischen Liebes-/ Abenteuerroman haben.
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{Rezension} Weil ich Will liebe
Achtung Spoileralarm! All die, die den ersten und oder zweiten Teil noch nicht gelesen haben, bzw. gerade dabei sind, sollten sich vielleicht lieber eine andere meiner Rezis durchlesen. Ganz spoilerfrei ließ sich diese her nämlich nicht verfassen.
Manchmal soll man aufhören, wenn es am schönsten ist. Das wäre definitiv nach den ersten Band gewesen. Natürlich lässt sich „Weil ich Will liebe” jetzt super draußen in der Sonne lesen, aber man verpasst auch absolut nichts, wenn man es nicht tut. Sehr schade!
Titel: Weil ich Will liebe || Autor: Colleen Hoover
OT: Point of Retreat (Slammed #2) || Verlag: dtv (2014) || Seiten: 368
ISBN: 978-3-423-71584-3 || Preis: 9,95€ (Taschenbuch)
Erster Band: Weil ich Layken liebe
Wäre ich ein Zimmermann, würde ich dir ein Fenster zu meiner Seele zimmern. - Seite 75
Endlich sind Layken und Will offiziell ein Paar. Ihr Leben kehrt langsam wieder zur Normalität zurück. Doch dann taucht eine alte Bekannte in der Uni auf. Wills Ex-Freundin Vaughn. Und sie will unbedingt mit ihm reden. Bald darauf wird Wills und Laykens Liebe nicht nur auf eine harte Probe gestellt.
Leider leider muss ich sagen, dass der zweite Teil lange nicht an den ersten herankommt. Man hat einfach das Gefühl, dass er total auf Teufel komm raus geschrieben wurde. Das merkt man zum Beispiel daran, dass ungefähr nur noch die Hälfte (höchstens) der Gefühle ankommt. Es gibt ein paar sehr schöne Szenen, aber leider auch viele, die total vorhersehbar sind.
Der Einstieg in das Buch lief eigentlich ganz gut. Man freut sich, dass man wieder zu altbekannten Gesichtern zurückkehrt und neue kennenlernt. Für alle, die mit L + W in WILL mitgefiebert haben, war es super, dass wichtige Dinge wie Poetry Slam wieder eine Rolle spielen. Im Laufe des Buches wurde auch versucht, die Handlung des vorherigen Bandes kurz zusammenzufassen. Trotzdem sollte man den ersten Teil gelesen haben, da es viele Insider gibt, die man dann besser versteht.
Das einzige Hindernis beim Lesen war ein bisschen, dass Will die Geschichte erzählt und nicht mehr Layken. Die Idee ist super, war am Anfang nur etwas verwirrend. Ansonsten gefiel mir der Schreibstil ganz gut. Hoover schafft es irgendwie, dass man gar nicht merkt, wie viele Seiten man eigentlich schon gelesen hat.
Die bekannten Nebencharaktere wie z. B. Eddie haben in diesem Teil wieder ihre eigene kleine Geschichte, was mir sehr gefallen hat. Es gab aber auch Charaktere wie z. B. Wills Oma, deren Verhalten ich absolut nicht nachvollziehen konnte. Auch Will und Layken bin ich gefühlsmäßig null nahe gekommen.
Die Idee, dass Vaughn zurückkommt, fand ich eigentlich ziemlich cool. Das gab natürlich den ersten großen Konflikt im Buch. Insgesamt blieb der dann aber ziemlich flach und einfach. Alles war ein einziges Hin und Her, ein riesiges Trara und von allem einfach eine Schippe zu viel, was mich sehr enttäuscht hat. Alles was im ersten Teil super romantisch war, wirkte jetzt irgendwie künstlich.
Vom Ende war ich leider auch nicht wirklich begeistert. Klar, die Autorn ist hier voll eine Linie gefahren, da war es klar, dass das mit Ringen endet. Doch dieses gezwungen moralische „Kein Sex vor der Ehe”-Ding hat bei mir eher einen unangenehmen Nachgeschmack hinterlassen.
Die Covergestaltung finde ich genau wie beim ersten Teil sehr hübsch. Die Bücher sehen nebeneinander einfach toll aus. Und ja, auch ich finde die Titel unglücklich gewählt, aber da bin ich nicht die Einzige, wie man in vielen Rezis lesen konnte.
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